... gehört zu den härtesten Fliesen mit dem geringsten Wasseraufnahmevermögen.
Feinsteinzeug wird bei besonders hohen Temperaturen gebrannt und eignen
sich deshalb insbesondere für den beanspruchten oder gewerblichen Innen-
und Außenbereich. Häufig wird Feinsteinzeug auch für die Fassadengestaltung
verwendet.
Feinsteinzeugfliesen werden aus einem Rohstoffgemisch gefertigt, das der Zusammensetzung
des Porzellans sehr nahe kommt. Die Fliesen sind nahezu vollständig gesintert,
das heißt, sie nehmen so gut wie kein Wasser auf. Feinsteinzeugfliesen
verfügen daher über hervorragende mechanische Eigenschaften und
sind absolut frostsicher.
Im Gegensatz zu anderen Keramikfliesen sind Feinsteinzeugfliesen auf Grund
ihrer Dichte mit 20 – 25 kg Gewicht pro Quadratmeter relativ schwer. Die Platten
sind zwischen 8 und 10 mm dick und haben mit 0 – 1 Prozent eine extrem niedrige
Wasseraufnahmekapazität. Zum Vergleich: Terrakottafliesen nehmen 3 –
15 Prozent Wasser auf, glasierte Majolikafliesen 15 – 25 Prozent. Sie sind
deshalb nur für die Verlegung im Innenbereich geeignet. Selbst die für
Terrassen so häufig verwendeten Klinker nehmen mit 0 – 7 Prozent mehr
Wasser als Feinsteinzeug auf.
Feinsteinzeug wird nicht glasiert und wird daher für Bodenbeläge
und Fassaden aller Art eingesetzt. Oft wird die Tonmasse für Feinsteinzeug
eingefärbt. Dabei werden Farboxide hinzugefügt, die sich während
des Brennvorgangs sehr gut in der Sinterungsphase verteilen. Die Feinsteinzeugfliesen
haben eine gekörnte Struktur und werden deshalb im Handel auch keramischer
Granit oder keramischer Porphyr beziehungsweise Gres porcellanato genannt.
Auf Wunsch werden Feinsteinzeugfliesen poliert und erhalten so eine hochglänzende
Oberfläche.
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